Reise

Dubrovnik oder wieso der Chinesische Staatspräsident unsere Pläne durchkreuzt

Nach ausgedehntem Spielen am Strand und Füllen der Gummistiefel mit Sand ziehen wir weiter gen Süden. Bei nun strahlendem Sonnenschein und frühlingshaftem Wetter freuen wir uns auf einen entspannten Spätnachmittag im warmen Fels bei Dubrovnik.

Kurz vor Dubrovnik werden unsere Pläne erneut durchkreuzt. Nein, diesmal ausnahmsweise nicht durch Regen, sondern durch den Chinesischen Staatschef persönlich! Weil der China-Mittel-Ost-Europa-Gipfel aktuell in Dubrovnik tagt, respektive Herr Xi und sein Gefolge auf dem Weg zum Flughafen sind, ist ein grosses Polizeiaufgebot vor Ort und riegelt sämtliche Zu- und Abfahrtsstrassen aus Dubrovnik für den LKW-Verkehr ab. So verbringen wir zwei Stunden auf einem stinklangweiligen Parkplatz inmitten von LKWs und wissen nicht, wann’s weitergeht. Wenigstens ist die Aussicht grossartig und die Kinder finden die grossen Lastwagen ungeheuer interessant.

Nach zwei Stunden dürfen wir weitertuckern, schnaufen die letzten Kehren hoch. Ein Wahnsinnsblick tut sich auf – die eindrückliche Franjo-Tudman-Brücke und dahinter die grosse Adriabucht mit Dubrovnik. Eingetaucht in das warme Abendlicht verheisst auch diese Stadt viele spannende und schöne Eckchen zum entdecken.

Wir begeben uns aber noch etwas höher und finden aussergewöhnlich unproblematisch die angepeilten Kletterspots, die inzwischen aber natürlich im Dunkeln liegen.

Blick auf Dubrovnik

Am Morgen danach geht’s endlich mal wieder an den Fels, die Kinder sind so ungeduldig, wir können ihnen kaum die Gurte anziehen. Die Routen sind schön eingerichtet, vorbildlich angeschrieben und wir haben den ganzen Fels für uns. Julian und Tabea geniessen es, sind mit vollem Eifer dabei. Und wir staunen und freuen uns, wie intuitiv doch schon so kleine Kinder sich im Fels bewegen.

Den Nachmittag verbringen wir in der Altstadt von Dubrovnik, die umgeben von einer intakten Stadtmauer, zahlreiche bestens erhaltene Baudenkmäler aus Mittelalter, Barock und Renaissance beherbergt; nicht umsonst ist sie UNESCO-Weltkulturerbe seit 1979. Die Stadt ist eindrücklich, die Menschenmassen aber auch; man darf sich kaum vorstellen, wie es in einigen Wochen zum Start der Touristensaison aussehen mag.

Eigenartig mutet teilweise auch der Nationalstolz an; so sind Panzer und Marinekampfschiffe am Spielplatz neben Schaukel und Rutsche ausgestellt.

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